+++ DRINGEND: Heute 18 Uhr Demonstration am Mainzer HBF gegen den Angriffskrieg der Türkei auf Rojava +++ Anreise aus Alzey mit dem Zug um 17:13 +++

Gestern begann die Invasion des NATO Partners Türkei auf die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien. Gedeckt wird diese nicht nur durch die USA, sondern auch aktiv unterstützt durch die Bundesregierung. Vor einer Woche erst besuchte Innenminister Seehofer die Türkei und versprach weitere Millionen für die sich in der Krise befindenden türkischen Wirtschaft und betonte das die Leistungen des Regimes in die „Welthistorie“ eingehen werden, dabei prahlte Erdogan seit längeren damit, in Rojava einzumarschieren. Doch das stört diese Regierung der Wirtschaftsmächtigen, abgesehen von holen Phrasen hin und wieder, nicht. Schließlich ist sie es, und ihre loyalen Lobbyisten der Rüstungsindustrie, die groß daran verdienen. Letztes Jahr gingen ein Drittel aller Waffenexporte Deutschlands an die Türkei (242,8 Millionen Euro), in den ersten vier Monaten dieses Jahres stieg diese Quote auf 60%. Und auch als Afrin mithilfe deutscher Panzer und Dschihadisten massakriert wurde, weiterhin Wahlen gefälscht wurden, Parlamentarier verhaftet und Kritiker gefoltert und ermordet wurden, blieben die Regierungen der Welt tatenlos.
Auf die Herrschenden kann sich die kurdische Gemeinschaft nicht verlassen, sondern nur auf ihre Kraft, unsere gemeinsame Kraft als Errichter und Ausgebeutete dieser Welt!

„Wir wissen, dass unsere Verbündeten keine Regierungen, Staaten und deren Armeen sind, sondern alle Frauen, die sich in allen Teilen der Welt erheben, um das Patriarchat zu stürzen. Unsere Verbündeten sind die Kräfte, die Tag für Tag eine andere Welt aufbauen und sich für ihre Verteidigung einsetzen“, schreibt die kurdische Frauenbewegung in Europa TJK-E in ihrem Aufruf zur aktuellen Mobilisierung.
Denn worum geht es in Rojava? Es geht um ein Volk, das als der IS kam vom syrischen Staat und der Weltgemeinschaft zum Sterben zurückgelassen wurde. Es geht um ein Volk, das nicht weiter hinnimmt nur auf Knien zu existieren, sondern das sein Schicksal und das aller Unterdrückten selbst in die Hand nimmt und auf dem Trümmerhaufen, den der Imperialismus in der Region hinterlassen hat, ein auf basisdemokratischer Selbstbestimmung verwirklichtes Zusammenleben aller Völker und Religionsgemeinschaften erschaffen will, das ökologischen, geschlechtergerechten und sozialistischen Grundsätzen entspricht.

Mit diesem Aufruf sind wir alle gemeint. Wir können uns davor nicht drücken. Und wir können es nicht delegieren. Und angesichts dessen, wie die Linke in diesem Land aufgestellt ist, sollten wir zumindest versuchen, über uns hinauszuwachsen, wenn der finale Angriff auf jenen Landstrich beginnt, den viele von uns in den vergangenen Jahren als Quelle der Hoffnung in düsteren Zeiten lieben gelernt haben. „Wenn Ihr keine großen Gefühle, großen Gedanken, großen Handlungen entwickelt, so werdet Ihr Gefangene des Feindes und zu seinen Instrumenten werden“, schreibt Öcalan. Wir müssen zumindest versuchen, diese Art der Gefangenschaft zu vermeiden. Auch wenn das nicht leicht oder bequem wird.

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