Am Montag, den 08.04.2019, hielt die AfD um 19:30 Uhr einen Vortrag im Gau-Odernheimer Rathaus zum Thema Dieselfahrverbote mit dem Redner Dr. Jan Bollinger (MdL). Das erklärte Ziel, diese abschaffen zu wollen, bewegte zusätzlich zu den Rednern noch etwa zehn ältere Zuhörer*innen zum Erscheinen. Die Veranstaltung war unter privatem Namen und nicht als AfD angemeldet worden. Offensichtlich war der AfD im Vorfeld bereits bewusst, dass sie mit ihrer Leugnung des Klimawandels und ihrem Rassismus nicht wollkommen sein würde.

Die Gegenkundgebung auf dem Obermarkt, direkt gegenüber dem Rathaus, bestand aus fast 30 Personen. Dabei waren zu etwa gleichen Teilen Anwohner*innen wie Angereiste aus Alzey und Umgebung vertreten. Besonders hervorzuheben ist dabei das Engagement von jungen Menschen, die weit mehr als üblich vertreten waren und sich klar gegen die AfD aussprachen.

Während die AfD im Inneren des Rathauses abgeschottet ihren Vortrag zum besten gab, hielt eine Genossin am Obermarkt eine Rede über unsere Position bezüglich der Fahrverbote, und welche deutlich besseren Alternativen es gibt, um die Luftverschmutzung durch den Verkehr zu verringern, denn die Fahrverbote sind lediglich eine Veteilung des Feinstaubs und können langfristig keine Lösung sein.

Wir fordern Alternativen zum Auto zu schaffen, wie einen stark ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr, der fahrscheinfrei für jeden nutzbar ist, anstelle der umweltschädlichen Subventionen in den Straßenverkehr und die Autoindustrie. Diese Gelder in den ÖPNV überführt wären bereits ausreichend, um ihn flächendeckend und fahrscheinfrei zu finanzieren.

Unsere Forderung bezüglich der Dieselfahrverbote ist, wie unsere Genossin darlegte: Eine sofortige Schaffung von Alternativen zum Auto, auch in ländlichen Regionen. Nur so können wir eine ökologische Gesellschaft schaffen, die auch Geringverdiener*innen das Recht auf Mobilität gewährt und Dieselfahrverbote obsolet werden lässt.

Wir erklärten die Kundgebung für beendet, als die letzten verbliebenen Anwohner*innen sie gegen 21:30 Uhr verließen.

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